Aktuelle Meldungen

Junge Amsel, Foto: Martin Klatt
Junge Amsel, Foto: Martin Klatt

NABU: In der Vogelbrutzeit auf Baum- und Heckenschnitt verzichten

 

Mit dem Rückschnitt bis 1. Oktober warten, schützt den Vogelnachwuchs

 

Stuttgart, 28.06.2024 – Ein schneller sauberer Schnitt mit der Heckenschere und schon ist der Sichtschutz zum Nachbarn wieder in Form. Doch wer zu schnell und unbedacht schneidet, erlebt mitunter eine traurige Überraschung: Eine späte Amselbrut, die im Dickicht der Hecke auf die Vogeleltern wartet, ist nach dem Schnitt ungeschützt und wird vermutlich bald von einem Nesträuber verspeist.

 

Vogelbrutsaison geht bis September

 

Damit dies nicht passiert, bittet der NABU alle Gärtnerinnen und Gärtnern im Land um Geduld. Auch wenn es vielen in den Fingern juckt: Erst ab dem 1. Oktober, wenn die Vogelbrutsaison zu Ende ist und die Vögel ihre Reviere im Garten aufgeben, sollte man Hecken und Bäume wieder in Form bringen. „Nicht nur Privatleute, auch Gartenbaubetriebe sind zum Teil schon unterwegs mit dem Auftrag, Hecken zu kürzen. Davon raten wir dringend ab. Mitunter wird dabei ein Vogelnest freigelegt und die Firma macht sich strafbar, da alle europäischen Brutvogelarten geschützt sind“, erklärt NABU-Artenschutzreferentin Alexandra Ickes.

 

Gesetzlich zulässig ist zwar aktuell, Bäume, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze schonend in Form zu schneiden, um den jährlichen Zuwachs zu beseitigen. „Doch kann das nicht noch etwas warten? Oft reicht es ja, einzelne weit in den Weg ragende Zweige abzuschneiden“, sagt Ickes.

 

Rücksicht nehmen auf Tiernachwuchs

 

Beim Rückschnitt von Hecken mit Heckenscheren und Motorsensen werden mitunter auch Erdkröten, Blindschleichen oder Igel und ihre Jungen gefährdet: „Von Juni bis August erblicken die meisten Igeljungen in unseren Gärten an trockenen, windstillen Flecken das Licht der Welt. Weil die Bodennester oft gut versteckt sind, kann man sie leicht übersehen. Lichtet man Hecken zu sehr aus, verlieren sie ihre schützende Funktion für Wildtiere. Zudem sollte unter Hecken grundsätzlich nicht mit Freischneidern saubergemacht werden. Und weil etwas größere Igelkinder auch mal tagsüber neugierig unterwegs sind, lässt man Mähroboter am besten nur tagsüber unter Aufsicht laufen – oder verzichtet auf den Kauf, der Natur zuliebe. Denn auch für erwachsene Igel können Mähroboter eine tödliche Gefahr sein.

 

Später Heckenschnitt spart Arbeit

 

Hecken sind wertvolle Lebensräume und bieten einen optimalen Unterschlupf für viele Vögel und einige Säugetiere. Die Tiere ziehen dort ihren Nachwuchs groß, finden eine gute Versteckmöglichkeit und ziehen sich auch mal zum Schlafen zurück. Bei vielen Singvögeln gibt es auch im Sommer eine zweite Brut, die bei einem entsprechenden Heckenschnitt gefährdet wird. Und auch aus gärtnerischer Perspektive ist Geduld gefragt. Oft erfahren die Pflanzen einen zweiten Wachstumsschub. „Wer zu früh zur Heckenschere greift, muss meist ein weiteres Mal schneiden. Vor jedem Schnitt ist eine gründliche Suche nach bewohnten Nestern in den Sträuchern unerlässlich. Am besten schneidet man Hecken in der laubfreien Zeit“, so Ickes.

 

Hintergrund:

 

Nach § 39, 5 Bundesnaturschutzgesetz dürfen Bäume außerhalb des Waldes, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht geschnitten, auf dem Stock gesetzt oder beseitigt werden; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.

 

Pressemitteilung NABU Landesverband Baden-Württemberg


„Flieg mit uns“ – das neue NABU-Kinderbuch

 

„Flieg mit uns“ heißt das neue Buch, herausgegeben vom Bundesfachausschuss Umweltbildung und Kommunikation und dem NABU Marbach.

 

Darin werden 7 Sachgeschichten zu vergangenen Jahresvögeln erzählt und eine vom Jahresvogel 2024, dem Kiebitz.

 

Schwalben stürmen ins Badezimmer, eine Eule, schwarz wie die Nacht, wird aus dem Kamin gezogen, ein verlorenes Krähenkind ins Nest auf einem hohen Baum gesetzt und auch der Kiebitz, der Wahlsieger für 2024, kommt in einer Geschichte vor.

 

Beim Lesen – oder Vorlesen – leben wir mit den Vögeln, erfahren so manches über ihr Verhalten und ihre Vorlieben. Heißt es doch im Vorwort „Nur was man kennt, das schützt man.“

 

Gartenrotschwanz und Rauchschwalbe können wir nur erhalten, wenn jeder von uns für den aktiven Schutz der Natur gewonnen wird. Das Glück, etwas Sinnvolles getan zu haben, wird anhand der Vogelrettung in den Geschichten erlebbar. Für den geretteten Vogel, für die Vogelwelt insgesamt lohnt es dann auch, die Gärten, die Äcker und Wälder mit all ihren Lebewesen zu schützen und damit zugleich etwas fürs Klima zu tun.

 

Die Geschichten in diesem Buch, denen wirkliche Erlebnisse zugrunde liegen, werden Kinder und Erwachsene motivieren, ihr Herz für die Natur zu öffnen.

 

Die bunten, einfühlsamen Illustrationen stammen von Lisa Vogel. Das Vorwort schrieb Prof. Hans-Heiner Bergmann, Autor, Vogelforscher und Naturschützer.

 

Ein schönes Geschenk für erlebnis- und lesehungrige Kinder.

 

Bezug über den NABU-Shop oder den Buchhandel

 

Übrigens, der „Vogel des Jahres“ wurde in Ludwigsburg erfunden. Der damalige DBV, der heutige NABU, suchte nach einem Projekt, zu dem alle NABU-Gruppen etwas beitragen können, sei es durch Schaffen von Nistmöglichkeiten oder durch Führungen und Vorträge.

 

„Flieg mit uns – Spannende Geschichten zu den NABU-Jahresvögeln“

von Klaus Ruge

mit Illustrationen von Lisa Vogel

ISBN: 978-3-86659-517-0

© 2023 Natur und Tier-Verlag, Münster

14,80 €.


Ursula Cantieni bei der NABU Landesvertreterversammlung BW im November 2013 mit Dr. Andre Baumann, dem damaligen Vorsitzenden des NABU Baden-Württemberg, Foto NABU Ludwigsburg
Ursula Cantieni bei der NABU Landesvertreterversammlung BW im November 2013 mit Dr. Andre Baumann, dem damaligen Vorsitzenden des NABU Baden-Württemberg, Foto NABU Ludwigsburg

NABU trauert um Ursula Cantieni

 

NABU-Wildbienen Patin verstorben

 

Der NABU Baden-Württemberg trauert um seine langjährige Wildbienen-Patin Ursula Cantieni. Sie begeisterte viele Menschen für den Schutz von Sandbiene, Hummel und Co.

 

Link zur

Homepage NABU Baden-Württemberg


Neuerscheinung "Vögel der Welt" von Rainer Christian Ertel

Buchvorstellung von NABU-Ehrenpräsident Prof. Dr. Claus König:

 

Über den Autor von „Vögel der Welt“

 

Ornithologie ist eine „liebenswerte Wissenschaft“, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Wer sie mit Hingabe betreibt, kann sogar zu einem „Vogelnarren“ werden, wobei diese Bezeichnung positiv zu verstehen ist.

 

Dr. Rainer Ertel, mit dem ich seit mehr als 50 Jahren befreundet bin, kann man zu diesem Kreis rechnen. Sein Interesse gilt dabei nicht nur der Artenvielfalt in der Vogelwelt, sondern in besonderem Maße auch deren Schutz, für den er sich intensiv einsetzt. Tatkräftig unterstützt wurde er bei dieser Tätigkeit von seiner leider inzwischen verstorbenen Frau Margarete, die ihn auch auf vielen Reisen begleitet hatte.

 

Zur Zeit meiner Präsidentschaft im „Deutschen Bund für Vogelschutz“ (1969-1984), dem heutigen NABU, war er jahrelang als Bundesgeschäftsführer engagiert und sachkundig in Sachen Naturschutz tätig. Darüber hinaus führte er – wie auch ich - ornithologisch interessierte Reisegruppen im In- und Ausland. Er begleitete mich außerdem auf einer Forschungsreise zu Studien an Neuweltgeiern nach Südamerika. Dabei erinnere ich mich besonders an unsere Kondorbeobachtungen in den Anden Argentiniens. Wir hatten dort, etwa 50 Meter vom Kadaver eines Esels entfernt, aus Felsbrocken, Zeltplanen und Pflanzenmaterial ein Versteck gebaut. In diesem warteten wir von der Morgen- bis zur Abenddämmerung auf aasfressende Besucher. Kondore kreisten mehrfach über dem Platz. Aber erst am dritten Tag landete am frühen Morgen zuerst ein Weibchen und kurz darauf ein adultes Männchen in der Nähe des Kadavers und näherten sich diesem zögernd. Einige dort bereits fressende Geierfalken wichen zurück und die „Kondormahlzeit“ begann. Wir mussten im Versteck bleiben, bis die Kondore gesättigt und zu ihren Schlafplätzen abgeflogen waren. Die Foto- und Filmdokumentationen erinnern uns immer wieder an unvergessliche Beobachtungen in etwa 3000 m Höhe in der „Cordillera de Salta“.

 

Rainer Ertel hatte schon sehr früh den Wunsch, weltweit die interessantesten und vor allem in ihrem Bestand bedrohten Vogelarten kennen zu lernen und zu fotografieren. Dazu reiste er quasi von Pol zu Pol unserer Erde und sammelte unglaublich viele Erkenntnisse und Fotos über die dort lebenden Vögel. Das ist die Grundlage für sein Lebenswerk „Vögel der Welt“, das eine Übersicht über Vorkommen, Aussehen und Schutzstatus ausgewählter Vogelarten bietet. Ich wünsche deshalb dem Buch viel Interesse und eine weite Verbreitung!

 

Prof. Dr. Claus König

NABU-Ehrenpräsident 

 

Das Buch kann bei ConchBooks für 39,95 € bestellt werden.

Link: www.conchbooks.de

E-Mail. info@conchbooks.de - Tel. 06138 976297


Foto: NAJU
Foto: NAJU

Neugründung einer Jugendgruppe der Naturschutzjugend in Vorbereitung

 

Die NAJU (Naturschutzjugend im NABU) ist die unabhängige Jugendorganisation des NABU für junge

Menschen bis 27 Jahre. Diese gründet im NABU-Bezirk Heilbronn-Hohenlohe eine Gruppe für junge

Erwachsene ab 16 Jahren, die sich für Vogelbeobachtung und Vogelschutz begeistern.

 

Der „Young birders club“ soll eine offene Plattform bieten, um junge Vogelinteressierte zusammenzubringen. Bei regelmäßigen Treffen in den Landkreisen Heilbronn, Hohenlohe und Ludwigsburg sollen nicht Führungen und Inputs von erfahrenen Expert*innen im Vordergrund stehen. Vielmehr sollen junge Menschen vernetzt und befähigt werden, sich gegenseitig mit ihrer Artenkenntnis weiterzubringen.

 

„Als begeisterter Vogelbeobachter habe ich lange nach gleichaltrigen gesucht, mit denen ich mein Hobby teilen kann. Mit der Gründung des Young Birders Club möchte ich diese Suche für junge Menschen vereinfachen. Vogelbeobachtung ist doch grade in der jungen Generation immer noch ein ausgefallenes Hobby.“, so Marco Lutz, Bezirksgeschäftsführer des NABU Heilbronn-Hohenlohe und Gründer der Jugendgruppe.

 

Die Gründung einer bezirksweiten Gruppe ist ungewöhnlich, hat aber Vorteile. „Die bereits bestehenden Young Birders Clubs der NAJU wurden in den Metropolen Berlin und Hamburg gegründet. Dadurch haben sie naturgemäß ein großes Einzugsgebiet und viele unterschiedliche Gebiete, die für Gruppenaktivitäten interessant sind. Das können Städte wie Heilbronn oder Ludwigsburg in dem Ausmaß nicht bieten, weshalb wir uns auf die ganze Region ausdehnen wollen.

 

Gemeinsam mit Mitgründerin Hanna Vogel, Schülerin und Aktive des NABU Oberstenfeld, freut er sich auf das Experiment. „Ich freue mich auf die Vernetzung mit Gleichaltrigen. Von erfahrenen Vogelbeobachtern zu lernen ist hilfreich und macht Spaß, aber das Hobby mit gleichaltrigen auszuüben ist einfach nochmal was Anderes.“, so die 17jährige.

 

Interessierte können sich bei Marco Lutz unter marco.lutz@nabu-bw.de oder 0176/45913880 melden.


Homepage des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg
Homepage des NABU Landesverbandes Baden-Württemberg

Nosferatu-Spinne in Baden-Württemberg

 

01.09.20022 - Vielen Dank für die zahlreichen Meldungen die den NABU Ludwigsburg erreicht haben. :-)

 

NABU BW: "Zur Zeit mehren sich die Sichtungen der Nosferatu-Spinne. Eine übermäßige Angst vor der aus dem Mittelmeergebiet stammende Spinne ist unbegründet. Über ein neues Portal bei NABU-naturgucker.de können Sichtungen der Nosferatu-Spinne gemeldet werden." 

 

Weitere Infos und NABU-Tipps zum Umgang mit dem gruseligen Gast unter

 

https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2022/August/32166.html


Tageschau ARD vom 26.06.2022
Tageschau ARD vom 26.06.2022

Globale Erwärmung nimmt immer größere Ausmaße an

 

26.06.2022 - Nicht nur in Deutschland sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung zu spüren, weltweit jagt eine Hitzewelle die andere. Veränderte klimatische Bedingungen lassen das Thermometer auch mal ins extreme Minus pendeln. Die Hitzerekorde an absoluter Höhe oder immer früher im Jahr nehmen jedoch deutlich und besorgniserregend zu. Damit verbunden nicht selten extreme Trockenheit, die ganze Landstriche vertrocknen lassen oder Starkregenereignisse die Häuser, Straßen und Brücken wegreißen.

 

Eine kleine Auswahl an Rekorden (Quelle. Scott Duncan):

 

11ter Januar, Buenos Aires, Argentinien mit 40,9 Grad,
13ter Januar, Onslow, Australien mit 50,7 Grad,
26ter März, Death Valley, Kalifornien mit 40,0 Grad,
13ter Mai, Jacobadad, Pakistan mit 50,0 Grad,
20ter Mai, Andújar, Spanien mit 41,0 Grad,
3ter Juni, Al Jahra, Kuwait mit 50,0 Grad,
16. Juni, St-Jean-de-Minervois, Frankreich mit 40,0 Grad,
19. Juni, Cottbus, Deutschland mit 39,2 Grad.

 

Die Klimaanpassung muss immer größeren Raum in Planung und bei Maßnahmen einnehmen und der CO2-Ausstieg schneller und individueller erfolgen. Nicht nur Städte, auch Firmen und Privatpersonen müssen ihren CO2-Ausstieg planen und umsetzen.


Mehr Monokultur verkraftet die Natur nicht

Die EU-Kommission möchte ökologische Vorrangflächen für den Anbau von Getreide freigeben, um den drohenden Ernteausfällen in der Ukraine entgegenzuwirken.

 

05.04.2022 - Kommentar Frank Handel, Vorsitzender NABU Kreisverband Ludwigsburg

 

Mehr Monokultur verkraftet die Natur nicht

 

Keine gute Idee, denn wir benötigen mehr Brachflächen. Zum einen um dem Artensterben entgegenzuwirken und anderseits, um Versickerungsflächen zu schaffen gegen Sturzfluten und als Regenrückhaltung gegen Austrocknung und die weitere Grundwasserabsenkung. 

 

Derzeit werden Ackerflächen zu etwa

- 60 % für die Futtermittelherstellung,

- 10 % für Biomasse und

- 30 % für Lebensmittel verwendet. 

 

Dabei gibt es mehrere Ansätze wie die verfügbare Menge an Lebensmittel erhöht werden kann:

 

Mit dem Rückgang an Fleischprodukten kann der direkte Lebensmittelanteil erhöht werden.

 

Die enorme Lebensmittelverschwendung in allen Bereichen ist im Hinblick auf die Welternährung und Ressourcenverbrauch (Arbeitskraft/Fläche/Produktion/Transport/CO2 ...) so nicht mehr hinnehmbar. Wir benötigen neue Konzepte hier entgegenzuwirken.

 

Drohende Hungersnöte sind eine Folge falscher Energie- und Landwirtschaftspolitik

 

Die globale Erwärmung mit den Folgen von Hitze und Dürre oder Starkregenextremen und Stürmen hat uns in Deutschland mittlerweile voll erreicht. Das Artensterben, derzeit nur temporär im Fokus, wird uns ähnlich schwer treffen. Beides, Erwärmung und Artensterben sind miteinander verknüpft und werden an Intensität zunehmen. Ernährungskrisen in anderen Ländern sind eine Folge der veränderten klimatischen Bedingungen.

 

Klima- und Naturschutz gegen Nahrungserzeugung auszuspielen wäre äußerst kontraproduktiv

 

Es spielen immer mehrere Faktoren zusammen:

 

Ökologische Vorrangflächen sind wichtiger Lebensraum für Insekten und Kleinstlebewesen. Die Bandbreite verschiedener Insekten ist für die Bestäubung sehr wichtig. Honigbienen stehen nur für einen Teil zur Bestäubung von Bäumen und Feldpflanzen zur Verfügung. Insekten erhöhen sogar die Erträge selbst bei selbstbestäubenden Pflanzen. Nimmt der Lebensraum der Insekten ab, so führt dies in der Folge zu weniger Erträge. Ab wann das System kippt und Missernten auf fehlende Insekten zurückzuführen ist, kann nicht vorausgesagt werden.

 

Brachflächen haben das Potential den Humusanteil zu erhöhen. Der Boden kann sich regenerieren und erholen.

 

Mehr Anbaufläche bedeutet in der konventionellen Landwirtschaft höherer Einsatz von Düngemittel und Pestizide. Was wiederum die Insekten direkt schädigt und das Grundwasser belastet.

 

Je höher der Einsatz von Kunstdünger ist, desto höher ist der negative Klimaeffekt in Bezug auf das Klimagas Distickstoffmonoxid (Lachgas).

 

Es droht eine Abwärtsspirale

 

Ohne Insekten und zunehmender Trockenheit werden die Erträge zurückgehen. Die Forderungen könnten also sein, dass die Landwirtschaft noch mehr Fläche einfordert. Ein falsches Signal. Wir benötigen schnell mehr ökologische Flächen.

 

 

Das Thema war am 03.04.2022 in der Ludwigburger Kreiszeitung auf Seite 21.

 

 

 


NINA Warnapp - Symbole zu Warnmeldungen - Vorhersage vom 28.Juni 2021
NINA Warnapp - Symbole zu Warnmeldungen - Vorhersage vom 28.Juni 2021

Hochwasserkatastrophe - NINA Warnapp

 

Ludwigsburg, 19.07. 2021 - Wir sind entsetzt über das Ausmaß der Überschwemmungen. Die Folgen des Starkregens der letzten Tage, das wird nun immer deutlicher, sind verheerend. Unsere Anteilnahme gilt allen Opfern der Katastrophe.

 

Heute geht es nicht darum, wie wir die globale Erwärmung und die Folgen mit mehr und stärkeren Wetterextremen bekämpfen. Dafür haben wir die Seite Umweltpolitik schon länger eingerichtet und aktualisieren diese laufend. Heute sollten wir uns überlegen, wie wir uns im Vorfeld von Katastrophen informieren und darauf einstellen können.

 

Wir empfehlen die NINA Warnapp. Am 28ten Juni 2021 wurde für den Landkreis Ludwigsburg schwere Gewitter mit extremen heftigem Starkregen und Hagel vorhergesagt. An diesem Montagabend liefen zahlreiche Keller voll und viele Bäume wurden umgerissen.


Bundesnaturschutzgesetz für Insektenschutz

 

27.06.2021 - Der Bundestag hat am 24ten Juni 2021 eine Reihe von Maßnahmen zum besseren Schutz von Insekten beschlossen. Das Gesetzt reicht aber bei weitem nicht aus, um das Artensterben zu stoppen oder den Klimawandel abzubremsen. Für den NABU Kreisverband Ludwigsburg ist es allenfalls ein erster Schritt.

 

Bei dem Gesetzt geht unter anderem um mehr Gewässerschutz, Maßnahmen gegen die Lichtverschmutzung und strengere Regeln beim Einsatz von Pestiziden. So sollen mehr Gebiete wie Wiesen mit verstreut stehenden Obstbäumen oder artenreiche Weiden unter besonderen Schutz gestellt werden. Es werden aber nur drei statt der notwendigen zehn Prozent Agrarflächen reserviert, um die Biodiversität zu erhalten. Darüber hinaus werden landwirtschaftlichen Betriebe auch zukünftig zu wenig für Naturschutzmaßnahmen entlohnt. Es wurde verpasst, Naturschutzmaßnahmen zu entwickeln, die ökologisch wirksam sind und zu den Bewirtschaftungskonzepten der konventionellen Landwirtschaft passen. Nicht jeder Betrieb kann ohne weiters auf Ökolandbau umgestellt werden.


Bio-Markt auf dem Marienplatz

 

Seit dem 23ten April 2021 gibt es den ersten Bio-Markt in Stuttgart. Alle zwei Wochen, immer am 2. und 4. Freitag des Monats, finden Sie die Stände auf dem Marienplatz. Die langen Öffnungszeiten bis 19 Uhr laden dazu ein, sich nach Feierabend mit einem Bio-Imbiss zu stärken und dann schon einmal die Wochenendeinkäufe zu tätigen.

 

Mehr Infos unter www.biomusterregionen-bw.de


"Rettet die Bienen" wird Gesetzentwurf

 

Dezember 2019 - BUND und NABU hatten als die beiden größten Naturschutzverbände Baden-Württembergs das Volksbegehren von proBiene unterstützt. Wichtige Forderungen waren unter anderem das Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten und die Umsetzung des Biotopverbunds.

 

Aus den Eckpunkten ist nun ein tragbarer Gesetzentwurf entstanden. 

 

Weitere Infos unter https://baden-wuerttemberg.nabu.de/news/2019/mai/26401.html

oder https://volksbegehren-artenschutz.de/


"Neue Arten leben im alten Wald"

 

29.10.2019 - Kommentar von Dr. Klaus Ruge, NABU Kreisverband Ludwigsburg zum LKZ-Artikel "Neue Arten leben im alten Wald" vom 29.10.2019, Seite 4.

 

Dass sich unser Klima wandelt, wird niemand bestreiten. Auch wäre es im Sinne der Holzproduktion nicht vorstellbar, zu warten, bis sich aus unseren heimischen Baumarten solche herausgebildet haben, die unter veränderten Umweltbedingungen gut leben. Dennoch erscheinen mir Minister Hauks Überlegungen, als Ersatz nur auf eingeführte Baumarten zu setzen, zu eng. Es geht nicht nur darum, nachhaltige Holzproduktion zu gewährleisten. Es ist weitaus wichtiger, die Vielfalt unseres Ökosystems zu erhalten. Wir müssen erforschen, ob Mittelspecht, Haselmaus oder Juchtenkäfer auch in den „neuen“ Wäldern leben können. Wir wissen zwar, dass sich Vielfalt auch natürlich verändert. Dennoch wollen wir unsere heimischen Lebensgemeinschaften erhalten, solange es möglich ist.

Dr. Klaus Ruge, NABU-Kreisverband Ludwigsburg


Wie der aktuelle Niedergang der Automobilindustrie gestoppt werden kann

 

17.10.2019 - Droht den deutschen Autobauern das Nokia-Schicksal? Deutschen Autobauer setzen trotz verschärfter Klimakrise und der weltweiten Abkehr von schmutzigen Verbrennern wie nie zuvor auf klimaschädliche Stadt-Geländewagen. Dass die deutschen Hersteller im Gestern stecken geblieben sind, zeigte sich auch an ...

weiterlesen unter Berichte Aktionen


Die Natur im Remstal - Buchpräsentation

 

14.10.2019 - Über 70 Interessierte fanden sich am Abend des 14.10.19 im Aldinger Haus der Bürger zur Präsentation des Buches DIE NATUR IM REMSTAL ein.

 

Nach der Begrüßungsrede des Remsecker Oberbürgermeisters Dirk Schönberger sprachen Dr. Klaus Ruge, langjähriges Präsidiumsmitglied des NABU, sowie der Biologe und Verleger Dr. Matthias Schliermann vom Fauna Verlag und die Autoren.  Prof. Dr. Claus König , der Verfasser des Vorwortes, als Redner angekündigt, musste aus gesundheitlichen Gründen leider kurzfristig absagen.

 

Stattdessen gewährte eine Fotoschau den Anwesenden einen Blick auf die über zweijährige Arbeit an dem Buch. Carolin Zimmermann berichtete über die zahlreichen Recherchetouren ins Remstal, die Schwierigkeit Fotos bestimmter Arten zu finden und die Mithilfe vieler lokaler Naturbeobachter, Fotografen, NABU- Mitglieder und den Fachbeirat befreundeter Spezialisten. Ohne diese Unterstützung, so die Autorin und Illustratorin hätte das Autorenduo den Mut für ein so allumfassendes Werk nicht aufgebracht.

Dem vom NABU unterstützten Internetportal www.naturgucker.de widmeten die Autoren darum auch eine ganze Doppelseite. Zehntausende Naturgucker aus der ganzen Republik tragen mit Millionen eingegebener Beobachtungsdaten und Fotos dazu bei, wichtige, fachwissenschaftlich verwendbare Daten zu sammeln. So auch im Remstal. Eine wichtige Recherchequelle für das Team.

 

Während seiner Arbeit wurde das Autorenteam auch mit durch den Klimawandel verursachten Veränderungen im Naturhaushalt konfrontiert. So singt das Weinhähnchen, eine Heuschrecke aus dem Mittelmeerraum, in lauen Sommernächten inzwischen auch im Remstal und die Kräusel-Jagdspinne lebt nicht nur an der Adria sondern neuerdings in Remseck, berichtete Zimmermann.  Etablierte Neubürger werden im Buch darum ebenso angesprochen wie die Rückkehrer Wolf, Biber und Wildkatze oder aggressive, invasive Exoten wie der Amerikanische Signalkrebs.

 

Die von vielen Mitwirkenden sehnsüchtig erwartete Neuerscheinung der Remsecker Autoren ging am Präsentationsabend denn auch „weg wie warme Semmeln“ Viele der Teilnehmer deckten sich gleich mit mehreren Exemplaren ein und ließen diese von den Autoren signieren. „Jetzt hab ich gleich meine Weihnachtsgeschenke beisammen“ freute sich eine Remseckerin.

 

Bei Getränken, Snacks und Kuchen wurde noch lange gefachsimpelt über Naturschutz, Artenkunde, Fotografie und spannende Beobachtungen.

 

Das im Fauna Verlag erschienene Werk im handlichen DIN A 5 Taschenformat kostet 19.95 Euro und bietet einen Überblick über häufige und typische Tier- und Pflanzenarten des Remstals. In Einzelkapiteln werden zudem spezifische Arten der 16 Remstalkommunen der Interkommunalen Gartenschau vorgestellt. Die Natur im Remstal hat das Prädikat „vom NABU empfohlen“ erhalten.

 

Dr. Rainer Christian Ertel aus Aldingen und Carolin Zimmermann aus Remseck haben bereits beim Buch DIE VÖGEL VON REMSECK erfolgreich zusammen gearbeitet.

 

Bericht: Rainer Ertel und Carolin Zimmermann


Netzstabilitätsanlage in Marbach wird gebaut

 

20.08.2019 - Die EnBW gibt bekannt, dass ein neues Gasturbinenkraftwerk als sogenannte Netzstabilitätsanlage in Marbach gebaut wird. Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW erteilt den Zuschlag im Rahmen der Ausschreibung für besondere netztechnische Betriebsmittel. Die neue Ergänzungsanlage wird mit 300 MW Leistung am EnBW-Kraftwerksstandort Marbach am Neckar realisiert. Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist bis Oktober 2022 geplant.

 

Die Natur- und Umweltverbände, darunter der NABU Ludwigsburg, waren über das Bauvorhaben gesondert informiert worden (siehe Meldung vom 28.11.2018). Nachdem für die Anlage "sehr geringe Einsatzzeiten" erwartet werden, ist der Einsatz von extra-leichtem Heizöl geringere Bedeutung beizumessen. 

 

Weitere Informationen unter www.enbw.com/netzstabilitaet


Ausschnitt der Anlage der Pressemitteilung der Landesregierung
Ausschnitt der Anlage der Pressemitteilung der Landesregierung

Landkreis Ludwigsburg / Stuttgart zur Bio-Musterregion ausgewählt

 

05.02.2019 - Herzlichen Glückwunsch! Die Landesregierung hat im Oktober dieses Jahres zu einem Wettbewerb "Bio-Musterregionen Baden-Württemberg" aufgerufen. Der Landkreis Ludwigsburg hat sich zusammen mit der Stadt Stuttgart beworben und ist nun eine der fünf Regionen, die den Zuschlag bekommen haben.

 

"In Zeiten von Klimawandel und Insektensterben genau das richtige Zeichen", findet Frank Handel, Vorsitzender des NABU Kreisverbandes Ludwigsburg. Auf den Äckern und Feldern dürfen nun mehr Blühpflanzen wachsen, die den Nützlingen helfen und der höhere Humusanteil im Boden sorgt für mehr Feuchtigkeit bei drohender Dürre. "Die Nachfrage nach biologisch erzeugten Lebensmitteln steigt immer weiter. Jetzt macht es Sinn, dass die Produkte auch bei uns angebaut werden und durch die kurzen Transportwege an Frische kaum übertroffen werden können", ist sich Handel sicher. Die Verbraucher bekommen zudem rückstandsfrei Produkte in den Einkaufskorb oder die Stofftasche. Aus Sicht des NABU Kreisverbands kann dadurch der Einsatz von Pestiziden und Kunstdüngern endlich sinken. Die Lebensmittel, Böden und das Grundwasser werden weniger belastet.

 

Der NABU Kreisverband hat sich letztes Jahr bei einem Workshop des Landratsamtes Ludwigsburg eingebracht und ist nun besonders glücklich, dass es geklappt hat. Mit der Stadt Stuttgart als Partner steht der Vermarktung der Produkte aus der neuen Bio-Musterregion nun ein großer Absatzmarkt offen. Der Ökolandbau, vom Landwirt, dem Verarbeiter bis zum Vermarkter, wird nun über ein Regionalmanagement besonders unterstützt. Am Ende stehen hochwertige Produkte die schnell in die Läden kommen. Das freut sicherlich viele Verbraucher, denn die wollen nicht nur mehr gesunde Nahrungsmittel aus regionaler Herkunft, sie wollen auch keine unsinnigen Plastik-Verpackungen mehr. 

 

Zur Pressemitteilung www.baden-wuerttemberg.de


„Wir haben es satt“ - Demo

19.01.2019 - Kundgebung und Demonstrationszug in Tübingen

 

Anlässlich der Grünen Woche in Berlin haben Landwirte sowie Tier- und Umweltschützer zu einer Demonstration „Wir haben es statt“ aufgerufen. Dabei geht es um eine Wende in der Agrarpolitik und eine Reform der EU-Subventionen. Jedes Jahr landen tausende Tonnen Gifte und Gülle auf Äckern und Wiesen, töten Insekten direkt oder lassen deren Lebensgrundlage verkümmern. Die falsche Subventionspolitik belasten auf dramatische Weise Natur und Umwelt. „Wir sägen den Ast ab auf dem wir sitzen“, ist Frank Handel, Vorsitzender des NABU Kreisverbands Ludwigburg, sicher. „Der Naturhaushalt kennt keine Jahresbilanzen, die in den vergangenen Jahren ausgebrachten Giftstoffe sind alle noch da, zerfallen zum Teil in andere Stoffe und reichern sich letztendlich in der Umwelt oder dem Grundwasser an“, ist Handel überzeugt. Die EU-Subventionen müssen umverteilt werden sonst gehen kleinere Höfe, die meist Familienbetriebe sind und gute Feldarbeit machen, ein. Etwa 80 Prozent der Gelder gehen an 20 Prozent der industriell arbeitenden Großbetriebe.

 

Mit seiner Teilnahme an der Demonstration in Tübingen, dem süddeutschen Ableger der Berliner Großkundgebung, möchte der NABU Ludwigburg auf die Problematik hinweisen und für eine vernünftige Agrarpolitik Werbung machen. Damit sendet der NABU ein klares Zeichen auch an die Politikerinnen und Politiker in Baden-Württemberg und darüber hinaus.

 

„Wir haben es satt“ - geht weiter. Helfen Sie mit und treten Sie gemeinsam mit uns für eine Landwirtschaft ein, die Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen schützt. Schreiben Sie jetzt Ihrem Europa-Abgeordneten, dass wir eine neue Agrarpolitik brauchen – für Mensch und Natur!

 

Zum Schreiben www.mitmachen.nabu.de/meine114euro

 

Mehr Informationen zur Demo finden Sie unter dem Link

 

https://zukunftsfaehige-landwirtschaft.jimdo.com/


Und wir böllern wieder

 

31.12.2018 - Die Deutschen geben jedes Jahr etwa 100 Millionen Euro für das private Sylvesterfeuerwerk aus. Schade, mit dem Geld könnten wir in Deutschland viele sinnvolle Projekte finanzieren. Klimaschutzprojekte beispielsweise, die der Globalen Erwärmung entgegenwirken. So müssen unsere Moore klimafest gemacht werden, denn es wird im Sommer immer heißer und trockener. Das Jahr 2018 war europa- und deutschlandweit das heißeste Jahr seit der Wetteraufzeichnung. Die natürlichen Klimaschwankungen nach unten bedeuten im nächsten Jahr womöglich einen Ausschlag nach oben. Weltweit wird sich das Jahr 2018 auf den vierten Platz der heißesten Jahre platzieren. Es könnte 2019 also noch heißer werden. Wenn wir unsere Moore durch Brände verlieren, dann wird die globale Temperatur noch weiter steigen. Die Folgen sind dramatisch und mittlerweile auch in der Öffentlichkeit (hoffentlich) angekommen. Die Geschwindigkeit der Erderwärmung übersteigt jetzt schon die Grenze der ökologischen Belastbarkeit. Wollen wir hier entgegensteuern, dann müssen wir auch eine Verhaltensänderung akzeptieren. Klimaschutz muss sichtbar werden. Am besten freiwillig. Am besten jetzt.

 

Kommentar: Frank Handel, Vorsitzender NABU Kreisverband Ludwigsburg, 30.12.2018


Buchvorstellung "Naturschätze bei uns"

 

10.12.2018 - Der NABU Schwieberdingen Hemmingen sowie die Ortsgruppe des Deutschen Naturkundevereins Ludwigsburg stellten heute im Rathaus Schwieberdingen das gemeinsame Buchprojekt vor.  Herausgekommen ist eine unterhaltsame und informative Lektüre "Naturschätze bei uns".

 

Diese Lektüre stellt seltene oder besonders schöne Tier- und Pflanzenarten auf den Gemarkungen der Gemeinden Schwieberdingen und Hemmingen vor. Der Leser soll animiert werden, die Wanderungen zu den Naturkostbarkeiten unserer Heimat durchzuführen und dabei auch Ausschau auf nicht alltägliche Arten zu halten. In dem hundertseitigen Büchlein fehlen natürlich nicht blühende Helm-Knabenkräuter, Schwalbenschwanz oder Eisvogel. Es sind aber auch Arten dabei, die teilweise mit wenigen Sichtungen zum Nachdenken anregen. Wie lange halten diese Arten noch durch bis sie ganz verschwinden? So wurde der Abend auch genutzt für ein Plädoyer für mehr Vernunft in dem Umgang mit unserer Natur. Statt kurzer Rasen sollen die städtischen Flächen wieder als Wiesen blühen dürfen, Ackerrandstreifen sollen den Insekten dienen und Gewässer nicht umgeplant und verbaut werden. Bei Bretzeln und Apfelsaft nutzen einige Gäste die Gelegenheit um mit den Autoren dieses Gemeinschaftswerkes in Gespräch zu kommen.

 

Weiter Infos unter www.nabu-schwieberdingen.de

 

Bericht: Frank Handel, Vorsitzender NABU Kreisverband Ludwigsburg, 10.12.2018


Klimaschutz-Demo in Köln

 

01.12.2018 - „Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt“ hieß es bei zwei Großdemonstrationen in Köln und Berlin. Laut Angaben der Organisatoren, darunter auch der NABU, marschierten etwa 16.000 Menschen zum Berliner Kanzleramt, in Köln protestierten ca. 20.000 Menschen an der Deutzer Werft. Die Aktion war nötig, denn die Große Koalition versagt beim Klimaschutz kläglich. Das Klimaschutzziel 2020 beispielsweise wurde von der „Groko“ aufgegeben. Die verschiedenen Organisationen und die Teilnehmer der Kundgebung fordern deshalb gemeinsam einen raschen sozialverträglichen Kohleausstieg. Dieser muss bis zum Jahr 2030 vollzogen sein. Es ist jedoch auch unerlässlich die Kohlekraftwerkskapazitäten in Deutschland schon bis zum Jahr 2020 deutlich zu senken. Nur so ist die Erderwärmung überhaupt unter 2 Grad bis zum Jahr 2100 zu halten. Sollte dies nicht gelingen, werden wir katastrophale klimatische Bedingungen bekommen. Zum anderen verspielen wir unsere einstige Vorreiterrolle im Bereich der erneuerbaren Energien und damit verlieren wir auch viele Arbeitsplätze.

 

Der NABU Ludwigsburg fordert schon seit geraumer Zeit mehr Aktivität im Bereich des Klimaschutzes. Die Menschen verursachen die Globale Erwärmung mit ihren verschiedensten beängstigenden Folgen und auch nur wir Menschen können diese verhindern oder abmildern. Städte und Gemeinden im Landkreis Ludwigsburg sind gefragt als Vorbild bzw. Vorreiter zu agieren.

 

Um sich ein Bild von der Klima-Bewegung zu machen hat der NABU Ludwigsburg an der Veranstaltung in Köln teilgenommen. Die Anreise erfolgte am Vormittag klimaneutral mit der Bahn. Um 12 Uhr waren die meisten Teilnehmer an dem Kundgebungsgelände der Deutzer Werft angekommen. Trotz kühlem Wind spielte das Wetter einigermaßen mit, anfänglich ließ sich sogar die Sonne blicken. Nach einigen Reden bewegte sich die Klimaschützer auf einen Rundkurs über den Rhein und wieder zurück. Nach insgesamt drei Stunden Demo war für viele die Arbeit getan. Die Abschlusskundgebung war dann, auch bedingt durch den mittlerweile einsetzenden leichten Regen, nicht mehr gut besucht. Viele nutzten natürlich auch die Gelegenheit für einen Stadtbummel in Köln oder für den Besuch des dortigen Weihnachtsmarktes. Nach Ladenschluss ging es dann wieder zurück nach Stuttgart und dann weiter nach Ludwigsburg. Ein anstrengender Tag war vorbei und der NABU um eine Erkenntnis reicher. Warum den Hambacher Forst abholzen, wenn wir doch aus klimaschädlichsten und ineffizientesten Energieart, der Braunkohle, sowieso aussteigen müssen?

 

Bericht: Frank Handel, Vorsitzender NABU Kreisverband Ludwigsburg, 02.12.2018


Biomusterregion Ludwigsburg

 

29.11.2018 - Die Landesregierung hat im Oktober dieses Jahres zu einem Wettbewerb "Biomusterregionen Baden-Württemberg" aufgerufen. Das Ziel der Musterregionen ist es, die stetig steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln zukünftig stärker aus regionaler Erzeugung zu decken. Dazu lud das Landratsamt an diesem Donnerstag ins Ernährungszentrum Mittlerer Neckar ein. Der NABU Kreisverband konnte teilnehmen, denn das Thema ist im Hinblick auf das Insektensterben, des bedenklichen Pestizideinsatz, der immer noch zu hohen Nitratbelastung und letztendlich bezüglich des immer schneller fortschreitenden Klimawandels immens wichtig.

 

Nach einer kurzen Einführung zu den Zielen des Wettbewerbes, den Voraussetzungen für eine Bewerbung und einen Blick in die Statistik des Ökolandbaus in Ludwigsburg waren die Gäste gefragt. Neben den Umweltverbänden waren Erzeuger, Verarbeiter und Vermarkter von Biolebensmittel eingeladen. Der Landkreis Ludwigsburg liegt immer noch abgeschlagen auf den hinteren Plätzen der prozentualen Bioanbaufläche und Biobetriebe. Den Anwesenden war dies ein zusätzlicher Ansporn das Projekt "Biomusterregion Ludwigsburg" auf den Weg zu schicken. Im Laufe des Abends wurden Ideen und Wünsche zusammengetragen und Meinungen abgefragt. Es sollte ja die Erkenntnis reifen ob eine Bewerbung befürwortet wird und welche gemeinsamen Ziele und Projekte vorstellbar sind. Gemeinsam auch deshalb weil die Bewerbung zusammen mit der Stadt Stuttgart erfolgen soll. Dies ist insbesondere für die Vermarktung interessant, denn in Stuttgart leben immerhin über 600.000 potentielle Einkäufer und Nutzer von Bioprodukten.

 

Nun ist es erst einmal am Landratsamt Ludwigsburg auf Grundlage der heutigen Erkenntnisse ein Konzept auszuarbeiten. Dieses soll in zwei Wochen vorgestellt und besprochen werden. Der NABU Kreisverband hat seine Unterstützung zur Bewerbung zum Wettbewerb "Musterregionen Baden-Württemberg" zugesagt. Mit dem fertigen Konzept soll dann von den Kreisräten grünes Licht für die Bewerbung eingeholt werden. Hoffentlich nur Formsache.

 

Bericht: Frank Handel, Vorsitzender NABU Kreisverband Ludwigsburg, 30.11.2018


Netzstabilitätsanlage in Marbach

 

28.11.2018 - Die Natur- und Umweltverbände, darunter der NABU Ludwigsburg, waren einen Tag vor der Informationsveranstaltung für die Bürger eingeladen um sich über das Bauvorhaben zu informieren. Im Rathaus Marbach präsentierte die ENBW die ersten Pläne der neuen Anlage im Energie- und Technologiepark Marbach. Die Fachveranstaltung fand im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung statt.  Die Unterlagen werden nun geprüft und weitere Informationen eingeholt. Einige Punkte fallen besonders auf: Der Brennstoff Leichtöl beispielsweise ist nicht klimafreundlich und die Gesamtemissionen für Stickstoffdioxid sowie Feinstaub werden derzeit noch nicht genannt.


NABU Baden-Württemberg Landesvertreterversammlung

 

24.11.2028 - Wie jedes Jahr lud der Landesverband des Naturschutzbundes Baden-Württemberg Ende November zur Landesvertreterversammlung (LVV) ein. Geladen waren alle NABU Gruppen im Ländle, aber auch NABU Mitglieder ohne Stimmrecht konnten an der Versammlung teilnehmen. Insgesamt waren etwa 250 Delegierte und Aktive gekommen. Der Vorsitzende der NABU-Gruppe und des Kreisverbandes Ludwigsburg Frank Handel war nach Bruchsal, dem diesjährigen Versammlungsort, gereist. Das Stimmrecht gilt nur für die NABU-Gruppe. Die Anreise erfolgte klimaneutral mit der Bahn.

 

Der Landesvorsitzende Johannes Enssle gab in seinem Bericht wichtige Impulse für die weitere Arbeit des Naturschutzbundes in Baden-Württemberg. Ganz oben auf der Tagesordnung sieht er die  Minderung der Treibhausgasemissionen, die Bekämpfung des Insektensterbens, den Umbau der Landwirtschaft zu mehr Naturverträglichkeit und eine weitreichende Pestizidreduktion. Den Populismus sieht er als Gefährdung für einen starken Arten- und Naturschutz im Land und in Europa.

 

Es gab auch vieles erfreuliches zu berichten. Der NABU in Baden-Württemberg hat am 27ten August 2018 die 100.000 Mitgliedergrenze überschritten. Die breite Unterstützung aus der Bürgerschaft ist für die Naturschutzarbeit sehr wichtig. Johannes Enssle freut sich auch auf viele neue aktive Mitglieder. Dieses Jahr am 13ten Oktober konnte das Bodenseezentrum eröffnet werden. Der NABU ist mittlerweile über 100 Jahre am Bodensee aktiv. Vom neuen Zentrum werden 25 Schutzgebiete mit ca. 2.000 ha Fläche betreut. Pro Jahr werden etwa 400 Führungen und Veranstaltungen angeboten. Enssle gab ebenfalls einen Ausblick auf zukünftige Aufgaben und Termine. Der NABU BW richtet derzeit eine mittlere Ebene ein, die als Bindeglied zwischen dem Landesverband und den Gruppen fungieren soll. Die NABU Bezirksstellen sind hauptamtlich besetzt, sind örtlich näher an den Gruppen und können die ehrenamtlichen NABU-Aktiven besser unterstützen. Am 3. bis 6. Januar 2019 sind die Naturschutztage am Bodensee. Organisatorisch wird dieses Mal der NABU BW tätig sein. Alle Mitglieder sind aufgerufen sich bei dem größten Diskussionsforum für Naturschutz in Baden-Württemberg zu beteiligen, sowie zahlreiche Vorträge und Exkursionen zu besuchen. Enssle berichtete außerdem von der sukzessiven Erhöhung der Mittel für Natur- und Umweltschutz der Landesregierung Baden-Württemberg. Waren es im Jahr 2011 noch 30 Millionen, so steigerte sich die Mittel im Jahr 2016 auf 60 und werden im Jahr 2020 auf stolze 110 Millionen angewachsen sein. Die Gelder werden dringend benötigt um beispielsweise die Wachholderheiden zu pflegen oder den Streuobstschutz auszuweiten. Auch die Feldlerche, der Vogel des Jahres 2019, braucht Hilfe, denn seit 1985 sind die Bestände um 50 Prozent eingebrochen. Unsere Feldvögel kommen immer mehr in Bedrängnis.  Nicht nur deshalb fordert der NABU ein Umdenken in der Agrarpolitik. Mit der „114-Euro“-Agrarkampagne macht er darauf aufmerksam, dass die Subventionen in eine naturverträgliche Landwirtschaft fließen müssen. Deshalb hat der NABU den Pestizidbericht aufgelegt und fordert die Landesregierung zur Offenlegung der Mengen an Spritzmittel, die jährlich auf unseren Feldern versprüht werden. Der NABU BW wird die erfolgreichen Projekte wie „Natur nah dran“ oder „Blühenden Gärten“ weiterführen und so einen wichtigen Beitrag gegen den Rückgang der Insekten leisten.  Der NABU steht für einen offenen Diskurs und wird sich mit den Dialogforen Landwirtschaft und Erneuerbare Energien weiter einbringen.

 

Johannes Enssle appelliert an die NABU Mitglieder am 26. Mai 2019 zur Europa- und Kommunalwahl zu gehen. In Europa engagieren sich zahlreiche nationale Natur- und Umweltverbänd deren Arbeit unterstützt werden muss. So darf beispielsweise die EU-Wasserrahmenrichtlinie nicht aufgeweicht werden. Enssle macht auf die Aktion #protectwater aufmerksam, die es zu unterstützen gilt.

 

Die Verbandsspitze sowie die rund 250 Delegierten und Aktiven forderten zudem die Seilbahnpläne durch das Naturschutzgebiet Taubergießen nicht weiter zu verfolgen und statt dessen mit der Suche nach einer naturschutzverträglichen Alternative zu beginnen.

 

Beim Markt der Möglichkeiten konnten sich die NABU Mitglieder über die verschiedensten Projekte informieren und Ideen sammeln. Während der Pausen wurde auch die Gelegenheit genutzt sich mit anderen Gruppen auszutauschen. Für viele der angereisten Aktiven ging ein anstrengender aber erfolgreicher Tag zu Ende. Die Veranstaltung war übrigens sehr gut organisiert. Deshalb an dieser Stelle vielen Dank für die zahlreiche angereisten Mitarbeiter der NABU Landesgeschäftsstelle.

 

Bericht: Frank Handel, Vorsitzender NABU Kreisverband Ludwigsburg, 25.11.2018

 

Zur Pressemitteilung des NABU BW

baden-wuerttemberg.nabu.de

 

Links

www.naturschutztage.de

www.livingrivers.eu

naturerbe.nabu.de

www.fairpachten.org


NABU Kreisverband überprüft Standort

 

10.11.2018 - Nachdem die Fahrverbote immer wahrscheinlicher werden, haben sich einige daran gemacht die Standorte der Messstationen zu hinterfragen. Deshalb haben wir uns den Standort der Messstation an der Friedrichstraße genauer angeschaut.

Windverteilung Ludwigsburg
Windverteilung Ludwigsburg

Die Luft rund um die Messstationen soll für die Umgebung möglichst repräsentativ sein, so schreibt es die 39. Bundesemissionsschutzverordnung (BImSchV) vor. Negativ wirkt sich aus, dass die Station direkt vor einem Gebäude liegt. Die positiven Aspekte sind, dass sich nur wenige Meter entfernt eine große Grünzone befindet. Bedingt durch den weiten Gebäudeabstand könnte dies für einen regen Luftaustausch sorgen. Der tiefste Punkt der Friedrichsstaße ist in etwa so weit entfernt wie der offene Bereich Richtung Kepplerbrücke. Die Stuttgarter Straße mit einem höheren Verkehrsaufkommen liegt weit entfernt sowie der Tunnelmund, an dem sich Schadstoffe sammeln können. Fazit: Es könnte durchaus sein, dass die Luftqualität in anderen Bereichen der Friedrichstraße auch nicht besser ist. Ein Versetzen der Messstation weg von der Straße würde nicht die Luft an der Straße messen, sondern eher eine Hintergrundbelastung. Dafür gibt es aber schon eine Messstation. Direkt hinter der Messstation an der Friedrichstraße befindet sich zudem ein Fenster.

 

Es macht Sinn die Luftqualität an einer viel befahrenen Straße mit einer ungünstigen Durchlüftungssituation zu messen. Werden die Grenzwerte dort eingehalten, dann wird sichergestellt, dass die Luftqualität in der Gesamtstadt außreichend gut ist.


NABU-Preisgeld würdigt Biodiversität auf dem Acker

 

06.11.2018 - Bei der Preisverleihung der Ackerwildkraut-Meisterschaft im Landratsamt Ludwigsburg am 6. November zeichnete der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle vier Bio-Betriebe aus. Weitere Infos unter www.baden-wuerttemberg.nabu.de

Der NABU Kreisverband Ludwigsburg ist stolz, dass vier der insgesamt fünf Preisträger aus dem Landkreis Ludwigsburg kommen. Für den NABU Kreisverband Ludwigsburg waren der Vorsitzende Frank Handel und Kassier Helmut Mager gekommen um die Preisträger zu würdigen. Das persönliche Engagement der Ackerwildkraut-Meister ist heutzutage nicht selbstverständlich und deshalb etwas besonders. Besonders ist dann auch der Gewinn für Flora und Fauna. Mohnbiene, Ackerhummel und Schwalbenschwanz dürfen hier wieder fliegen. 


Gartenschau Marbach Benningen

 

06.11.2018 - Die Gemeinde Marbach und Benningen luden im November die örtlichen Natur- und Umweltverbände NABU und BUND ein. Mit dabei Frank Handel, Vorsitzender der NABU Gruppe und des Kreisverbandes Ludwigsburg, der bei der Sitzung auch gleich Unterstützung bei den weiteren Planungen zugesagt hat. Er sieht die große Chance mit der Gartenschau auch ein Umgehungsgerinne zu realisieren. Die ökologische Durchgängigkeit des Neckars ist eine der wichtigen zukünftigen Maßnahmen, die laut Wasserrahmenrichtlinie auch gesetzlich verankert ist. Die Erfahrungen mit der Planung, Umsetzung und Betrieb der Zugwiesen in Ludwigsburg können hier wichtige Impulse setzen. Die Planstatt Senner, bei der alle Fäden zusammenlaufen, ist mit der Machbarkeitsstudie beauftragt. Bei dem ersten Gespräch ging es in erster Linie darum die Umweltverbände zu informieren und erste Ideen und Vorschläge zu erhalten. Der NABU Kreisverband verbindet mit einer Gartenschau die Möglichkeit verschiedene Biotoptypen und Schutzzonen zu realisieren, für die Bürgerinnen und Bürger dauerhaft attraktive Grünbereiche in der Neckaraue und den urbanen Bereichen zu schaffen sowie im Veranstaltungsjahr besondere Angebote anzubieten.

www.schillerstadt-marbach.de


Neue Studie belegt: Bio kann einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten 

"Eine weltweite Umstellung auf biologischen Landbau kann zu einem umfassend nachhaltigen Ernährungssystem beitragen, wenn sie mit weiteren Massnahmen kombiniert wird. So gilt es etwa, den hohen Konsum tierischer Produkte zu reduzieren, weniger Kraftfutter in der Tierhaltung einzusetzen und Nahrungsmittelabfälle zu vermeiden. Ein solches Ernährungssystem hat positive Auswirkungen auf wichtige Umweltaspekte wie Treibhausgasemissionen, Überdüngung und Pestizidverbrauch - und führt trotz biologischer Bewirtschaftung nicht zu einem höheren Landverbrauch. Dies belegt eine neue Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau FiBL, die soeben in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ publiziert wurde."

 ... weiterlesen auf der Seite www.fibl.org

http://www.fibl.org/de/medien/medienarchiv/medienarchiv17/medienmitteilung17/article/neue-studie-belegt-bio-kann-einen-wichtigen-beitrag-zur-welternaehrung-leisten.html


NABU-Anfrage an Biogasanbieter 

Mai 2018 - Bis zum Jahr 2040 muss sich Deutschland von den fossilen Energieträgern verabschiedet haben. Die derzeitigen Wetterkapriolen sind nur ein erster Vorgeschmack auf das was uns in ein paar Jahren in immer stärkeren Ausmaßen trifft. Die Starkregen mit ihren verheerenden Folgen sind dabei erst der Anfang. Der NABU Ludwigsburg hat deshalb zwei namhafte Anbieter von Biogasprodukten angeschrieben und ein Konzept für den fossilen Ausstieg bis zum Jahr 2040 angefragt. Die Einspeisung reicht von derzeit einem Prozent bis zu starren 10 bzw. 20 Prozent. In 22 Jahren müssen diese Produkte aber garantiert 100 Prozent CO2-frei sein. Wie sieht das Konzept dazu aus? Wir sind gespannt auf die Antwort. 

 

Update:

Die Antworten liegen vor und müssen noch ausgewertet werden.


NABU Kreisverband Mitglied im LEV des Landkreises Ludwigsburg

Der NABU Kreisverband Ludwigsburg ist dem LEV Ludwigsburg (Landschaftserhaltungsverband Landkreis Ludwigsburg e.V.) beigetreten. Der NABU ist damit einer von insgesamt sieben Vereinen die mit ihrer Mitgliedschaft den LEV unterstützen. Getragen wird der Verband aber von den mittlerweile 24 Mitgliedskommunen im Landkreis Ludwigsburg und dem Landratsamt Ludwigsburg.

 

"Der Zweck des LEV Ludwigsburg ist die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Landkreis Ludwigsburg. Die zentralen Ziele des LEV sind dabei die Erhaltung, Pflege und Entwicklung der landkreistypischen, vielfältigen Kulturlandschaft. Damit eng verbunden sind die Erhaltung des Landschaftsbildes sowie der biologischen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensräumen." 

(Internetseite LEV)

 

Die Ziele und Aufgaben sowie weitere Informationen unter

www.lev-ludwigsburg.de


125.000fachen Dank!

Die Stunde der Wintervögel 2018 bricht alle Rekorde

Mehr Meldungen, mehr Teilnehmer, mehr Vögel. Noch werden die letzten postalisch eingegangenen Meldebögen in die Datenbank eingetragen. Doch schon jetzt steht fest, dass die achte bundesweite Stunde der Wintervögel alle Rekorde gebrochen hat. mehr


Torschlusspanik bei Agrarminister Schmidt? 

„Ja“ zu fünf weiteren Jahren Glyphosat sorgt für Empörung

 Da das Agrar- und das Umweltministerium uneinig sind, hat sich Deutschland bei EU-Diskussionen zum Pestizid Glyphosat immer enthalten. Nun stimmte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) im Alleingang überraschend für eine Zulassungsverlängerung um fünf Jahre.  ... weiterlesen auf der Seite www.nabu.de


Wahlprüfsteine des NABU BW

Für die Bundestagswahl am 24. September 2017 hatte der NABU Baden-Württemberg zehn Wahlprüfsteine
zu drängenden Fragen im Natur- und Umweltschutz erarbeitet. Der NABU Kreisverband hatte noch eine Frage draufgelegt und die Kandidatinnen und Kandidaten des Wahlkreises Ludwigsburg und Neckar-Zaber angeschrieben. Fipronil in Eiern, Wasserpreiserhöhung durch zuviel Nitrat im Trinkwasser und ... weiterlesen auf unserer Seite Bundestagswahl unter Umweltpolitik.


Agrar-, Verkehrs- und Klimapolitik ohne Weitblick 

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) hat gemeinsam mit BUND, Greenpeace, NABU und WWF eine Bilanz der Umweltpolitik in der zurückliegenden Legislaturperiode gezogen und zentrale Forderungen an die künftige Bundesregierung vorgestellt. „Mit einer Landwirtschaft, die die Gewässer verseucht, einer Verkehrspolitik, die die Luft vergiftet und einer Klimapolitik, die Wirtschaftsinteressen statt des Klimas schützt, liegen die Herausforderungen auf der Hand... weiterlesen beim NABU Bundesverband